Viewing entries tagged
Bulletproof

Comment

8 Aussergewöhnliche Kaffeevarianten

Hier ein Überblick zu Kaffeekreationen, die nicht alltäglich und nicht überall erhältlich sind. Wenn vielleicht auch nicht für jedermanns/fraus Geschmack, so ist doch der Experimentierfreudigkeit der Menschheit ein gewisser Tribut zu zollen:

1. Flammender Wasserfall Kaffee

Der "flaming coffee waterfall" ist eine mexikanische Spezialität. Dabei werden Tequila und Kahlua mit Kaffee gemischt und flambiert. Bei der Zubereitung wird die Kaffeekreation dann von einer Schale in die andere gegossen und bildet dabei einen schönen flammenden Wasserfall. Und so wird er zubereitet:

Das Getränk wird noch lodernd im Becher genossen und gekürt von einem Klecks Obers und einer Kirsche. Eine Freude für das Auge und die Geschmacksnerven!

2. Kopi Luwak Kaffee

Kaffee aus Fäkalien zu trinken ist sicherlich auch eine Möglichkeit, aufzuwachen 😉.

Kopi Luwak Kaffee ist eine indonesische Spezialität. Die Palme Civet ist eine indonesische Schleichkatze, die ihre fünf Sinne nutzt, um die reifsten und süßesten Kaffeekirschen auszuwählen und sie zu fressen. Einmal verdaut, werden die Kaffeekirschen aus den Fäkalien der Katze gepflückt und geröstet, was zu einem einzigartigen und superfruchtigen Kaffeearoma führt. Mehr dazu gibt's hier zu lesen...

Grundsätzlich ist zu sagen, dass ich gegen Kopi Luwak Kaffee bin, da die Katzen heute nicht mehr in der Wildbahn ihr Leben genießen, sondern zum Zwecke der Kaffeeherstellung oftmals in winzigen Käfigen gehalten werden. Das entspricht nicht meiner Auffassung von Kaffeegenuss und daher rate ich vom Verzehr des Kopi Luwak-Kaffees dringendst ab!

3. Elefanten-Dung Kaffee

Ähnlich wie der Kopi Luwak-Kaffee, aber in einem viel größeren Maßstab produziert, kommt dieser Kaffee aus dem Mist der Elefanten in Thailand.

Da Elefanten Pflanzenfresser sind, wird argumentiert, dass sie bei der Verdauung weniger Säure produzieren und das soll in einem sehr geschmackvollen Endergebnis resultieren, mit Noten von Schokolade, Obst und nussigen Aromen. Ich selbst hab es noch nicht probiert und ich werde auch nicht. Denn auch hier gilt: die Elefanten werden statt in der freien Wildbahn auf Farmen gehalten, um von dieser speziellen Kaffeeproduktion zu profitieren.
 

4. Kaffee mit Käse

Der sogenannte "Kaffeost" ist eine schwedische Delikatesse, der aber in ganz Skandinavien genossen wird. Es handelt sich dabei um einen Kaffee mit hartem Brotkäse, dem Leipäjuusto.

Dieser quietschende Käse hat einen salzigen Geschmack und eine dicke Textur.
Viele Skandinavier in den ländlichen und vor allem unwirtlicheren Teilen des Landes "pimpen" ihren Kaffee mit Klecksen oder Stücken dieses Hartkäses.

Die Idee dahinter: die Fette, Öle und Salze werden im Kaffee freigesetzt und das führt zu einem wohlschmeckenden, nahrhaften Getränk, das gerade in der kalten bzw. finsteren Jahreszeit dem Körper und auch der Seele gut tun.

5. Die Geschichte zum Wiener Einspänner-Kaffee

Hinsichtlich der Anreicherung mit fettbasierenden Zutaten, könnte man in Österreich den Einspänner als Vergleich heranziehen. Dem liegt ebenfalls die Idee des Nährenden und Wärmenden zugrunde. Die Entstehungsgeschichte ist aber eine andere, nämlich die: Der Einspänner wurde in Wien speziell für die Fiaker zubereitet - daher stammt also die Namensgebung (Kutschen von einem Pferd gezogen). Und was ist das jetzt genau?:
Um für längere Kutschenfahrten gut versorgt zu sein, bedeckte man den schwarzen Mokka (damals noch im Cezve zubereitet) mit einer Schlagobers-Haube. So blieb der Kaffee darunter länger warm!

6. Bulletproof-Kaffee

Der Bulletproof-Kaffee wird zwar auch mit Fetten angereichert, nämlich mit Butter oder Kokosöl, aber dahinter liegt eine ganz andere Idee: es soll beim Abnehmen helfen. Inzwischen ist bewiesen, dass Bulletproof nur wirklichen Sportprofis zu Powerleistungen verhilft, zum Abnehmen allerdings nicht. Bei uns "Normalos" gibt es jedenfalls keine auffällige Wirkung - weder zum Abenhmen, noch zum Leistungskick. Denn dafür bewegt sich unsereins heutzutage einfach zu wenig … Mehr dazu lest ihr hier ...

7. Kopi Gu Yu

Der Kopi Gu Yu wird ähnlich zubereitet wie der Bulletproof-Coffee. Er wird in der Regel wie folgt zubereitet: die untere Schicht bildet die süße Kondensmilch, darauf wird ein Stück Butter platziert und darauf der Kaffee gegossen.
In asiatischen Ländern wie Singapur, Thailand und Malaysia glauben die Menschen, dass die Butter hilft, einen dynamischen und reichen Geschmack in den Kaffee zu bringen. Ein bisschen wie beim Yak-Tee, der ja in Tibet eine Art Nationalgetränk ist. Es liegt also, anders wie beim Bulletproof-Kaffee, kein Abnehm-Gedanke dahinter, sondern es stehen der Geschmack und der Genuss im Vordergrund.

8. Eier Kaffee

Skandinavischer Eierkaffee ist eine traditionelle Braumethode, die ursprünglich in Schweden und Norwegen und später auch in Teilen des amerikanischen Mittleren Westens, populär war. Dabei wird das Kaffeemehl mit Eiern gestreckt, bevor das kochende Wasser hinzugefügt wird. Die Technik wurde offensichtlich erfunden, um Ausspeisungen großer Menschenmengen, wie z. B. von Heeren, Armenhäusern oder sonntäglichen Kirchenversammlungen vornehmen zu können. Daher wird er im angloamerikanischen Raum auch liebevoll als "Church Basement Coffee" bezeichnet. Schmecken tut das Gebräu angeblich lieblich aber der Geruch soll etwas abschreckend sein. Ich selbst hab diese Zubereitungsart noch nicht ausprobiert, aber vielleicht mach ich das noch. Ja ja, die Neugier, die Neugier ... 😉.

Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

Verwandte Links & Tipps:

Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

Verwandte Links & Tipps:

 

Comment

Comment

Bulletproof Coffee ist Humbug!

Jetzt, wo die Bikini- bzw. "Cornetto"-Figur wieder gefragt ist, versuchen Einige vermehrt, dem irgendwie über die kalte Jahreszeit angesammelten Winterspeck Herr zu werden. Da kommt der Bulletproof-Coffee wieder in so manche Münder - im wahrsten Sinne des Wortes ...

Was ist Bulletproof Coffee?

Das Rezept für Bulletproof Coffee ist einfach: man nimmt eine gute Tasse Kaffee, einen großen Löffel bester Butter und etwas Kokos- oder MCT-Öl, vermengt es (manuell oder mit Mixer) und das Resultat ist ein vollkommen neuartiger Ernährungs-Hype: Tausende berichten von schier übermenschlicher Energie am Morgen.

Hilft er wirklich beim Abnehmen?

Leider muss ich Euch enttäuschen:
die Super-Gewichtsverlust-Effekt, der diesem buttrigen Kaffee nachgesagt wird, tritt leider nicht wirklich ein. Dabei wäre die grundsätzliche Idee gut: man nimmt Morgens viel Energie zu sich, um für den Tag gestärkt zu sein.

Allerdings müsste man dann im Laufe des Tages weniger und weniger Essen. In unseren Breiten ist aktuell eher das Gegenteil der Fall. Vor allem bei jenem Teil der arbeitenden Bevölkerung, der den vom Arbeitgeber oder Kunden vorgegebenen Rhytmen folgen muss (Büro-Zeiten, Lokal-, Markt- & Shop-Öffnungszeiten, Schichtarbeiter, Dienstleister, etc.). Da ist es nicht jedem gegönnt, Vormittags ausgiebigst zu frühstücken und ab Nachmittags keinen Bissen mehr zu sich zu nehmen.

Auch raten sowohl der Erfinder selbst, als auch Ernährungsexperten von wochenlangen "Diäten" mit Bulletproof Coffee ab.

Der Erfinder des Hype-Getränks, der US-Amerikaner Dave Asprey, macht keinen Hehl daraus, dass er sein Life-Style-Getränk gewinnbringend ausschlachtet. Er erzählt eine schöne Geschichte - und da Menschen gerne gute Geschichten hören, geht seine Vermarktungsidee voll auf. Und die Geschichte geht so: beim Bergsteigen im Himalaya stolperte er bei widrigen Bedingungen in ein kleines tibetisches Gasthaus, wo man ihm Yak-Butter-Tee servierte. Der gab ihm derart viel Energie, dass er beschloss, das biomolekulare Geheimnis dieses Getränks zu entschlüsseln. Das Ergebnis jahrelanger Forschungen sei nun der Bulletproof Coffee – so die Behauptung von Dave Asprey. Mehrere Jahre Forschung für ein Getränk mit drei Zutaten? Ab hier darf man skeptisch werden ...

... und daher mein Rat:

Wenn Ihr also wirklich abnehmen mögt, dann kann ich Euch nur Folgendes empfehlen: lasst den Zucker weg - aus all Euren Getränken - streicht jede 2. Süßigkeit und geht so viel wie möglich zu Fuß. Und vor allem: nehmt keine Butterstücke mit Kaffee zu Euch 😉. Nicht nur Euer Geschmackssinn, sondern auch Eure Galle wird es Euch danken!

In diesem Sinne: viel Spaß weiterhin beim genussvollen Trinken einer schönen puren Tasse Espresso! Kombiniert ihn mit viel Wasser zwischendurch und Ihr profitiert nicht nur vom guten Geschmack, sondern auch von Entschlackung und 15 weiteren Gründen, die belegen, dass Kaffeekonsum gesund ist!

Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

Verwandte Links & Tipps:

Comment