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Dry Cappuccino

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Fröhliche Flat White-Weihnachten!

Liebe Kaffee-Fans,

Schon wieder ist ein Jahr um und ich wünsche eine frohe Weihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben!

Natürlich gibt es viele Methoden, Weihnachten zu feiern. Ich selbst liebe vor allem die kleinen Gesten. Und dazu zählt auch der Genuss des sogenannten FLAT WHITE. Dieser Cappuccino zaubert einem durch die natürlichen Süße seiner molligen Milch-Creme ein Lächeln ins Gesicht. Nicht ausschließlich an kalten Wintertagen, aber mir ganz besonders an solchen 😉.

Daher hier ein paar Details zu diesem kleinen Wunderwerk.

Der Begriff Flat White

"Flat White" ist der Inbegriff eines perfekten Cappuccinos, so wie ihn professionelle Baristi servieren. In Italien ist es z. B. gang und gäbe, einen guten "Wet Cappuccino" wie er auch genannt wird, zu bekommen. Der Begriff "Flat White" wurde vor allem in Australien geprägt und bezieht sich auf die professionelle bzw. richtige Aufbereitung der Milch. Heute ist es in Ländern mit hoher Kaffeeliebhaber-Dichte - wie eben Australien, Japan, Teile der nördlichen USA oder auch in Italien und Spanien - üblich, solch guten Milchkaffee zu bekommen. In Österreich hinken wir da noch ein bisschen hinterher, hier gibt's ihn meist nur in ausgesuchten Lokalen. Am besten, man hält sich an die 3rd-Wave-Kaffeesieder - da ist man sicherlich gut bedient!

Die Zubereitung

Es ist dabei der nicht so technischen Ausdruck für unseren deutschen Begriff des "Mikroschaums" bzw. der Milchcreme, die entsteht, wenn man Milch richtig schäumt - in 2 Phasen, der sogenannten Roll- & Ziehphase. Beherrscht man einmal diese Technik, ist es kinderleicht, diesen perfekt schmeckenden, samtig glänzenden Milchtraum zu produzieren. Wie man dieses Ergebnis am besten erreicht, könnt ihr hier nachlesen bzw. ansehen bzw. auch gerne bei uns in einem Hobby-Barista-Kurs in der Praxis erlernen.

Diese Milchcreme hat kleinste Poren, schmeckt süßlich fein (weil nicht nur aus Schaum bestehend und auch, weil die Milch nicht überhitzt wurde). Wir kennen sie original aus Italien und heute wird sie weltweit in allen guten Cafés produziert. Sie bildet die Basis für beste Macchiatos und Cappuccinos und natürlich auch für schöne Latte Art (Muster im Kaffee).
Da in vielen Cafés Milch aber leider nach wie vor zu sogenanntem "Badeschaum" gequirrelt wird, also zu grobporigem Milchschaum mit viel Luft, der schnell in sich zusammenfällt und sich auch nicht durch diesen süßlichen Geschmack auszeichnet, ist man stets auf der sicheren Seite, wenn man einen "Flat White" verlangt. So bekommt man die Qualität, die den Kaffee mit der Milch am Gaumen zu einer perfekten Symbiose verschmelzen lässt.

Im gesamten englischsprachigen Raum wird der "Flat White" auch oft als "Wet Cappuccino" bezeichnet. Der herkömmliche Cappuccino wird hingegen oft als "Dry Cappuccino" bestellt, da er eben den oben beschriebenen Bade-Milchschaum als Krone aufgesetzt bekommt.

Die "Flat White"- bzw. "Dark Cappuccino"-Formeln hier im Überblick:

Nur das Beste für unsere Gäste!

Ich bin der Meinung: jedem das Seine!
Bei uns im Schönbergers wird allerdings stets die Version mit bester Milchcreme serviert.
Warum? Weil die Milch durch's richtige Schäumen mit ihrer natürlichen Süße einfach besser schmeckt 😉! Somit sind unsere Cappuccinos also mehr auf der Flat White bzw. Wet-Cappuccino-Seite angesiedelt.

Also: schlürft ihn genüsslich, Euren Flat White und genießt die schöne kalte Jahreszeit!
Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

Verwandte Links:

 

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Caffè Cortado

Ein kleiner Ausflug nach Spanien bzw. Kuba: hier gibt es eine Kaffee-Köstlichkeit der besonderen Art, nämlich den Cortado.

Ein Cortado ist ein Espresso mit einer kleinen Menge warmer Milch. Er ist also eine Art "Mini-Cappuccino". Es handelt sich dabei um einen Espresso, der mit einer kleinen Menge Milchcreme "markiert" wird.

Mischverhältnis

Das Wort Cortado stammt vom spanischen Verb "cortar", was so viel wie "Schnitt" (wörtlich "Fleck") heißt. Der Cortado ändert je nach Region sein Mischverhältnis von Espresso und Milch. In Europa gleicht er exakt dem italienischen Caffè Macchiato. In den Vereinigten Staaten beträgt das Verhältnis von Milch zu Kaffee zwischen 1: 1 und 1: 2.

Namensvielfalt

Auf Katalanisch heißt der Cortado "Tallat", auf Baskisch "EbaKi", auf Portugiesisch wird er "Pingo" oder "Garoto" genannt und die Franzosen trinken ihn als "Noisette". In den Vereinigten Staaten variiert sein Name stark nach der Region. An der Ostküste ist er allgemein als Cortado bekannt, an der Westküste wird er als "Gibraltar" bezeichnet. Der Name Gibraltar stammt aus San Francisco, Kalifornien, wo Röster den Kaffee in Gläsern der gibraltarischen Libbey Glas-Fabrik servierten und so wird er hier heute noch serviert: im Glas. Auch in Italien gibt es eine Abwandlung des Cortados, den Caffè Macchiato - also wortwörtlich den mit Milch markierten Espresso.

Variationen

In Australien gibt es einen Cortado-ähnliches Getränk, welches als als "Piccolo latte" oder einfach nur "Piccolo" gekannt. Das ist ein Ristretto in einem Macchiato Glas, das mit geschäumter Milch aufgefüllt wird - er kommt also somit einem Latte Macchiato in unserer Region sehr nahe.

In Kuba wird es als "Cortadito" bekannt. Typisch dort ist, dass der Barista bereits bei der Zubereitung Zucker zufügt. Der Cortadito wird in einem speziellen Glas serviert, oft mit einem Metallring am Boden und einem Metalldraht als Griff. Davon gibt es dann verschiedene Variationen wie z. B. die mit süßer Kondensmilch. Die heißen dann "Cortado condensada", "Cafe con leche condensada", "Bombon" sowie "Leche y leche" (Espresso mit Kondensmilch und Sahne oben). Der "Leche y leche" wird auch gerne auf Malta und Gran Canaria getrunken.

Das Gehemnis des Cortado ist die Milchcreme!

Wichtig ist für alle anderen Kaffeezubereitungs-Arten gilt auch für den Cortado: bereitet ihn mit feinporiger Milchcreme zu, nicht mit grobporigem Schaum. Nur so kommt die gesamte Geschmackspalette des Kaffees in Kombination mit der Süße der Milch zur Geltung. Wie ihr gute Milchcreme produziert, könnt ihr hier nachlesen bzw. ansehen.

Egal, welche Variante Ihr wählt, ich wünsche Euch einen genußvollen Kaffee-Moment!
Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

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Flat White

Oft wird mir die Frage gestellt: was ist ein "Flat White"? Und was ist der Unterschied zum Cappuccino?

Hier also der Versuch einer Erklärung bzw. Antwort:

Der Begriff

"Flat White" ist der Inbegriff eines perfekten Cappuccinos, so wie ihn professionelle Baristi servieren. Der Begriff "Flat White" wurde vor allem in Australien geprägt und bezieht sich auf die professionelle bzw. richtige Aufbereitung der Milch.

Die Zubereitung

Es ist dabei der nicht so technischen Ausdruck für unseren deutschen Begriff des "Mikroschaums" bzw. der Milchcreme, die entsteht, wenn man Milch richtig schäumt - in 2 Phasen, der sogenannten Roll- & Ziehphase. Beherrscht man einmal diese Technik, ist es kinderleicht, diesen perfekt schmeckenden, samtig glänzenden Milchtraum zu produzieren. Wie man dieses Ergebnis am besten erreicht, könnt ihr hier nachlesen bzw. ansehen bzw. auch gerne bei uns in einem Hobby-Barista-Kurs in der Praxis erlernen.

Diese Milchcreme hat kleinste Poren, schmeckt süßlich fein (weil nicht nur aus Schaum bestehend und auch, weil die Milch nicht überhitzt wurde). Wir kennen sie original aus Italien und heute wird sie weltweit in allen guten Cafés produziert. Sie bildet die Basis für beste Macchiatos und Cappuccinos und natürlich auch für schöne Latte Art (Muster im Kaffee).
Da in vielen Cafés Milch aber leider nach wie vor zu sogenanntem "Badeschaum" gequirrelt wird, also zu grobporigem Milchschaum mit viel Luft, der schnell in sich zusammenfällt und sich auch nicht durch diesen süßlichen Geschmack auszeichnet, ist man stets auf der sicheren Seite, wenn man einen "Flat White" verlangt. So bekommt man die Qualität, die den Kaffee mit der Milch am Gaumen zu einer perfekten Symbiose verschmelzen lässt.

Im gesamten englischsprachigen Raum wird der "Flat White" auch oft als "Wet Cappuccino" bezeichnet. Der herkömmliche Cappuccino wird hingegen oft als "Dry Cappuccino" bestellt, da er eben den oben beschriebenen Bade-Milchschaum als Krone aufgesetzt bekommt.

Die "Flat White"- bzw. "Dark Cappuccino"-Formeln hier im Überblick:

Nur das Beste für unsere Gäste!

Ich bin der Meinung: jedem das Seine!

Bei uns im Schönbergers wird allerdings stets die Version mit Milchcreme serviert.
Warum? Weil die Milch durch's richtige Schäumen mit ihrer natürlichen Süße (wenn richtig geschäumt) einfach besser schmeckt 😉! Somit sind unsere Cappuccinos also mehr auf der Flat White bzw. Wet-Cappuccino-Seite angesiedelt.
 

Also: schlürft ihn genüsslich, Euren Flat White!
Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

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