Welcher Kaffeetyp bist Du?

Wir unterscheiden zwischen sechs verschiedenen Kaffeetypen hinsichtlich Zubereitungs-Arten:

  • Siebträger

  • Vollautomat

  • Filterkaffee

  • French press / Aero press

  • Mokkakanne ("Selbstschrauber") und

  • CIALDE/ESE Pads.

Jede Zubereitungsart liefert beste Kaffeequalität und Verträglichkeit, wenn man's richtig macht ;).
Und für jede Zubereitungsart gibt es auch ein paar Tipps und Tricks, auf die ich hier eingehen möchte.

Zu Cialde/ESE Pads:
Die Cialde sind in sich ein eigenes geschlossenes System. Wählt man die richtigen Sorten, bringen gute Cialde-Maschinen beste Kaffeequalität hervor. Noch dazu kann man mit jeder Tasse einen anderen Geschmäck wählen. Mehr über Cialde-Lösungen gibt es hier.

Die anderen fünf Zubereitungsarten konzentrieren sich auf lose Kaffeebohnen.

Natürlich könnte man grundsätzlich alle Kaffees für alle fünf Typen verwenden. Dennoch gebe ich Empfehlungen ab, denn nicht jeder Kaffee schmeckt bei jeder Zubereitungsart gleich gut. Und das ist natürlich gut zu wissen, denn schließlich will man das beste Geschmackserlebnis erzielen, wenn man Geld für eine schöne Trommelröstung in die Hand nimmt.

Bei uns lösen wir das zum Beispiel so, dass es pro Kaffeebohnen-Beschreibung eine Empfehlung gibt - z. B. online direkt unter dem Text der Kaffeebohnen-Beschreibung und als Hinweis (blaues Feld) in der jeweiligen Kaffeee-Übersicht vor Ort in unserem Shop:

Diese Empfehlung zeigt Euch, welcher Kaffee bei welcher Zubereitungsart das beste Geschmackserlebnis erzielt.

Zu den einzelnen Zubereitungsarten gibt es Folgendes zu sagen:

Siebträger

Siebträgermaschinen stellen die Königsdisziplin der Kaffeemaschinen dar. Von allen Systemen extrahieren sie die Kaffee-Aromen und den Geschmack am besten aus jeder Bohne. Wichtig ist, dass Siebträger einen feinen Mahlgrad benötigen. Für Frenchpress braucht's den gröbsten.
Filterkaffee liegt dazwischen:

 

Hier ein Überblick zu Siebträgermaschinen, die bei unseren Kunden besonders beliebt sind:

Zu Siebträger hab ich bereits einige Beiträge verfasst - in diesem Blogpost gibt's alles für Liebhaber und darunter ein paar mehr Link-Tipps. 

Filterkaffee

Der Filterkaffee ist tot. Es lebe der Filterkaffee!
Filterkaffee erlebt gerade zurecht ein "Revival". Der neue Filterkaffee hat nichts zu tun mit Tropfautomatik und Wärmeplatten. Er arbeitet auf eine vorher nie gekannte Weise klar und frisch und komplex.

Hier gibt's mehr dazu - wie man ihn richtig zubereitet und auch, wer gute Tipps und Tricks dazu kennt.

 

French Press & Aero Press

Altbekannt und gut:

Wasser und Kaffee werden in der Kanne mit ca. 94 Grad heißem Wasser überbrüht. Nach 3 -5 Minuten Ziehen wird der gemahlene Kaffee mit einem Filter zu Boden gepresst. Am besten den Kaffee nun schnell genießen bzw. in ein anderes Gefäß umfüllen, damit er nicht zu lange auf dem Pulver steht und bitter wird. 

Für mich ist die French Press ideal für Reisen: sie kommt immer dann mit, wenn die Siebträger nichts mehr ins Gepäck passen ;).

Ähnlich funktioniert die Aeropress (siehe Bild links). Auch hier werden Kaffee und Wasser vermischt, dann wird die Flüssigkeit durch einen Filter gepresst. Der gravierendste Unterschied zwischen den beiden Systemen ist, dass beim Aeropress der Kaffee nicht auf dem Satz stehenbleibt.

Der Vollautomat

Für alle, die gerne aufs Knöpfchen drücken: mit einem Handgriff ist alles erledigt - beim Vollautomaten. Ideal für Haushalte, die gerne viel Kaffee trinken und natürlich auch für Shops und Büros, die gern guten Kaffee genießen, aber nicht die Zeit bzw. den Platz haben, mit Siebträgern und Kaffeemühlen zu hantieren.

Wichtig ist beim Vollautomaten:
das Kaffeemehl soll fein sein (wie oben gezeigt für Espresso) und tägliche Maschinenreinigung ist erforderlich (einfach mit Knopfdruck Wasser durchlaufen lassen). So erfreut man sich jeden Tag über Kaffeegenuss wie am ersten Tag!

Mokkakanne

Die Mokkakanne ist wohl die traditionellste Kaffeemaschine mit "Italo"-Feeling. Sie besteht aus drei Teilen:
* dem Unterteil, den man mit Wasser befüllt
* dem Filtereinsatz für das Kaffeemehl und
* dem Kannenteil mit Steigröhrchen.

Wichtig ist, dass das Kaffeemehl locker in den Filtereinsatz gefüllt wird - nicht anpressen! Der Mahlgrad des Kaffeemehls sollte mittel - so wie für Filterkaffee - sein.

Funktion: Beim Erhitzen bildet sich in der unteren Kanne Dampf, der das heiße Wasser durch das Metallröhrchen in den oberen Teil durch den Filtereinsatz hindurch in die Kanne drückt.

Oft wird die Mokkakanne auch als "Espresso"-Maschine bezeichnet. Ganz richtig ist das nicht, denn die traditionelle Maschine kann bestenfalls einen Druck von 1,5 Bar erreichen (bei "echtem" Espresso wirken ca. 9 Bar auf das Kaffeemehl ein).
Der mit der Mokkakanne erzeugte Kaffee wird dennoch erwiesenermaßen stark und vollmundig im Geschmack. Und daher gilt auch hier: alles was schmeckt, ist gut! ;)

Egal wie Ihr Euren Kaffee zubereitet und liebt, eins ist immer wichtig:
kostet den Moment voll aus. Denn das ist das Geheimnis aller Dinge. Das "Dolce Vita".

;)
Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, Euer "Kaffee-Pad"

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