Was haben zum Beispiel Johann Sebastian Bach, die Freiheitsstatue oder etwa Kokain mit Kaffee zu tun?
Hier 10 Fakten, die man schon vielleicht gehört, aber nicht geglaubt hat:

1. Nur noch einen Shot…

Kaffee spricht die gleichen Regionen in unserem Gehirn an, wie Heroin und Kokain – natürlich mit viel geringerer Wirkung. Aber das Koffein putscht natürlich auf. Und so haben die Menschen Anfang des 18. Jahrhunderts häufiges Kaffeetrinken als “Kaffeesucht” gesehen und es als soziales Problem eingestuft - genauso wie z. B. Opium- oder Morphin-Abhängigkeit. Öffentliche Cafés galten als absolute Lasterhöhlen und als nicht gesellschaftsfähig 😉. Nur das durch den Adel gepflegte Kaffeeritual in privaten Räumlichkeiten war anerkannt und galt als extrem luxuriös und schick. Erst die Weltausstellung 1873 machte den Kaffee dann europaweit richtig populär und gesellschaftstauglich.

2. Zahlen rund um die Bohne

Weltweit wird von fast 15 Milliarden Bäumen auf zehn Millionen Hektar Anbaufläche Kaffee geerntet. Das entspricht einer Fläche, die zusammengenommen 118.000 mal größer wäre als Österreich!
Die Ertragsmenge eines Baums beträgt pro Jahr nur ca. 500 Gramm Kaffeebohnen, wobei in den meisten Anbauländern jede einzelne Bohne noch per Hand geerntet wird. Der durchschnittliche Handelswert der weltweiten jährlichen Rohkaffeeernte beträgt 10 Milliarden Dollar. Weltweit ist Kaffee dafür verantwortlich, dass in den Anbauländern circa 25 Millionen Menschen in Lohn und Brot stehen.

3. “Ei! wie schmeckt der Coffee süße, lieblicher als tausend Küsse…”

Kaffee steigert die Konzentrationsfähigkeit und hat schon viele große Geister inspiriert. Johann Sebastian Bach schrieb zum Beispiel eine humorvolle Kaffeekantate. Das Stück dreht sich um den damals "verschrieenen", sündhaften Kaffeegenuss und betrachtet dies mit einem Augenzwinkern. Die Kantate endet mit den Worten:

“Die Katze lässt das Mausen nicht,
Die Jungfern bleiben Coffeeschwestern.
Die Mutter liebt den Coffeebrauch,
Die Großmama trank solchen auch,
Wer will nun auf die Töchter lästern!”

4. nicht Ca-puccino, sondern CAR-puccino ;)

Rohkaffee ist nach Erdöl der meist gehandelte Rohstoff weltweit. Britische Journalisten und Ingenieure konnten jedoch 2010 beweisen, dass Kaffee seinem großen Bruder in nichts nachstehen muss. Mit einem Kaffee betriebenen Auto namens Car-puccino fuhren sie von London nach Manchester und verbrauchten dabei pro Kilometer ungefähr 35 Espressi. Damit schafften sie es in das Guinnessbuch der Rekorde:

5. Die Freiheit der Bequemlichkeit

Die New York Times berichtete 2010, dass sich aus dem Aluminium der verbrauchten Kapseln einer Firma mit einem Freund namens George jedes Jahr 50 originalgetreue Freiheitsstatuen nachgießen ließen.

6. Hoch die Tassen! Die Finnen sind Weltmeister

Mit rund einem Liter Kaffee pro Person pro Tag sind die Finnen weltweit führend im Kaffeekonsum. Die Österreicher liegen auf Platz 2 - wir haben einen durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 9kg Rohkaffee pro Jahr. Damit ist neben Bier der Kaffee das beliebteste Getränk der Österreicher.

7. Schokoladig im Abgang

Als Kaffee im 17. Jahrhundert Europa erreichte, wurde er noch als “arabischer Wein” bezeichnet. Geschmacklich hat Kaffee heute mindestens genauso viel zu bieten wie Wein. Im Wein konnten bereits über 500 verschiedene Aromen identifiziert werden, bei Kaffee sogar über 800. Damit steht Kaffee geschmacklich und aromatechnisch gesehen, dem Wein also in nichts nach.

Bereits erste Beschreibungen der Kaffeeröstungen sprachen von "schokoladig im Abgang". Was genau ist damit gemeint? Durch das Rösten wird Säure ab- und Bitterheit aufgebaut. Bei schönen Röstungen schlägt sich diese gute Bitterheit am Gaumen in Form von Noten von Nougat, Nüssen und Schokolade nieder. Daher spricht man von "schokoladigen Röstungen".

8. George Washington brachte der Welt den Instant Kaffee

Der aus Belgien stammende George Constant Louis Washington erfand zwischen 1906 und 1908 in Amerika eine Methode, Instant Kaffee in Massen herzustellen. Obwohl er von seiner politischen Reichweite her betrachtet nicht vergleichbar mit DEM George Washington ist, hatte seine Erfindung doch weitreichende Folgen. Sein Kaffee hielt amerikanische Soldaten im ersten und zweiten Weltkrieg wach, während sie davon träumten, endlich nach Hause zu kommen und wieder richtig guten Filterkaffee genießen zu können. Damit hatte Washington sicherlich einen Einfluss auf den Ausgang des Krieges.

9. Gesund und munter

Ungeröstete Kaffeebohnen werden häufig in Schmerzmitteln eingesetzt. Kaffee reduziert das Risiko einer Leber-Zirrhose um bis zu 80% und kann zudem das Leberkrebs-Risiko senken. In Kaffee sind mehr Antioxidantien als in jedem anderen Lebensmittel enthalten. Außerdem bekämpft Koffein Cellulite und hilft gegen Haarausfall sowie bei geschwollenen Augenpartien, da es sich positiv auf den Abtransport von angestauten Flüssigkeiten auswirkt. Mehr Eigenschaften zu positiven Wirkung von Kaffee gibt's hier nachzulesen ...

10. KaFFEE als Verkuppler

73 % der deutschsprachigen Singles treffen sich zum ersten Date auf eine Tasse Kaffee. Aber nicht nur in der Liebe ist der Kaffee hilfreich. Der amerikanische Netzwerkprofi Mark Schuster empfiehlt in seinem Text Why You Need To Take 50 Coffee Meetings für beruflichen Erfolg möglichst oft mit neuen Bekannten Kaffee trinken zu gehen und so sein Netzwerk um hilfreiche Kontakte zu erweitern und die Karriere nachhaltig voran zu treiben.

Credits: www.green-cup-coffee.de

 Sonja & Patrick_Schönbergers

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