Ich halte es wie die Italiener, was meine Sonntagskaffee Zeremonie betrifft:

Gestartet wird mit einem Cappuccino oder auch zwei ;). Und so gelingt er Euch perfekt:
Der original italienische Cappuccino besteht aus zwei Komponenten: 1/3 Espresso und 2/3 leicht cremig geschäumter Milch.

1. Tasse vorwärmen: entweder auf dem dafür vorgesehenen Platz Eurer Kaffeemaschine oder einfach mit heißem Wasser befüllen, ein bisschen stehen lassen und dann entleeren.

2. Espresso zubereiten: Wenn ihr ihn auf einer Siebträger-, Cialdemaschine oder einem Vollautomaten zubereitet, achtet dabei unbedingt darauf, dass der Erspresso nicht zu lange wird. Sobald der Kaffee beginnt hell zu werden, abstellen. So habt ihr garantiert guten Geschmack und beste Verträglichlichkeit.

3. Milch schäumen: Die Milch möglichst kalt  in einem separaten Gefäß (am besten in einer kleinen Alu-Kanne) aufschäumen und dann direkt im Gefäß zu einer schaumigen Creme zusammenrütteln (am besten durch Klopfen des Gefäßes auf der Küchenarbeitsplatte). Auf den Espresso gießen und fertig ist der perfekte Genuß.

Tipp: Falls Eure Maschine keinen Milchschaum-Funktion integriert hat, hier ein Hinweis: wir haben die Erfahrung gemacht, dass Handschäumer - z. B. von Bodum - im Vergleich zu den elektrischen die besseren Milchschaum-Ergebnisse erzielen. Auch der Nespresso Aeroccino liefert für den Hausgebrauch akzeptablen Schaum. Für meinen Geschmack vielleicht etwas zu "fluffig" (ich nenne es Badeschaum) aber meine Mädels sind begeistert ;)

Um meine Sonntags-Zelebration perfekt zu machen, folgen nach den 1-2 Cappuccino noch ca. 2-3 Espressi. Zubereitung wie oben in Schritt 2 - sehr kurz und sehr schwarz.

Falls Euch das zu intensiv wird, seid Ihr mit einem Caffè Americano gut bedient: in Wien spricht man hier auch vom Verlängerten. Man bereitet den Espresso wie gewohnt zu und streckt diesen dann mit heißem Wasser. So ist absolute Verträglichkeit und Geschmacksintentsität gewährleistet, da vermieden wird, die Bitterstoffe durch langes Durchlaufen herauzuspressen bzw. -lösen.




Und wenn Ihr Milchtiger seid, könnt ihr natürlich auch eine Espresso-Variante zubereiten, die stets den feinen süßlichen Geschmack der Milch mittransportiert: Espresso Macchiato.
Dazu bereitet ihr Espresso und Milch wie in den Schritten 2 und 3 zu und gebt einfach nur weniger Milch auf den Espresso. Italiener lieben den Macchiato mit sehr wenig Milch. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Österreicher gerne ein bisschen mehr haben. Eben für den Genuß durch und durch ;)

Und so kann der Sonntag kommen.
Ich wünsche Euch gutes Gelingen!

Natürlich kann man diese Zeremonie auch an jedem anderen Tag zelebrieren. Hauptsache, Ihr gönnt Euch ein bißchen Auszeit und genießt den Moment. Den perfekten Kaffee-Moment.

Euer Kaffeeliebhaber Patrick Schönberger, der "Kaffee-Pad"

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